Lexikon

A

A

Erläuterung

Analogfotografie

 

Abblenden

Verringerung der lichtdurchlässigen Fläche eines Linsensystems, Änderung seines Öffnungsverhältnisses.

Mit zunehmender Abblendung wächst die Blenden- bzw. Öffnungszahl im gleichen Maß, wie sich der Durchmesser der

lichtdurchlässige Fläche des Linsensystems verringert.

Die Reihe der Blendenzahlen ist:

... 1 - 1,4 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32 - 45 - 64 - ...

Mit jeder Blendenstufe halbiert sich die lichtdurchlässige Fläche eines Linsensystems und damit die auf die Filmebene

durchgelassene Lichtmenge. Deshalb muss, wenn die gleiche Belichtung erhalten werden soll, beim Abblenden um eine

Blendenstufe die Belichtungszeit verdoppelt werden.

Andere Auswirkungen des Abblendens sind die Vergrößerung der Schärfentiefe und Zunahme der beugungsbedingten

Unschärfe.

Abblendtaste

Hebel, mit dem die Blende auf den für die Belichtung eingestellten Wert geschlossen werden kann, um die Tiefenschärfe

visuell zu erkennen.

APS - C

 

Abbildungsfehler

Abbildungsfehler von Objektiven verursachen unscharfe oder verzerrte Bilder. Die Eigenschaften verwendeter

Glassorten, die Form und Oberflächenbeschaffenheit von Linsen und ihre Anordnung können Ursachen für

Abbildungsfehler sein. Kein Objektiv ist fehlerfrei. Durch Kombination von Linsen mit sich gegenseitig aufhebenden

Fehlern können einzelne Abbildungsfehler korrigiert werden. Es kann jedoch passieren, dass der Versuch einen Fehler zu

kompensieren zur Verstärkung eines anderen Fehlers führt.

Die wichtigsten Abbildungsfehler sind sphärische Fehler (Schärfefehler, sphärische Aberration) und chromatische Fehler

(Farbfehler, chromatische Aberration). Beide Fehler haben eine gemeinsame Eigenschaft: Lichtstrahlen treffen nach

dem Durchlaufen eines Objektivs nicht exakt im Brennpunkt zusammen.

Bei sphärischen Fehlern wird dies z.B. dadurch verursacht, dass Linsen in ihren Randbereichen eine stärkere Brechkraft

besitzen, als in ihrer Mitte.

Chromatische Fehler treten dadurch auf, dass unterschiedliche Farben (Wellenlängen des Lichts) von Gläsern

unterschiedlich stark gebrochen werden. Der Brennpunkt blauer Lichtstrahlen liegt beispielsweise näher an der Linse als

der von roten Lichtstrahlen.

Die Wirkung von Abbildungsfehlern verringert sich beim Abblenden des Objektivs. Die Lichtstrahlen werden dann auf

den mittleren Bereich der Linsen konzentriert, in dem die Brechungsunterschiede am geringsten sind.

Steimers Fotoliste 2009-2010, Lexikon

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Neben der sphärischen und chromatischen Aberration gibt es fünf weitere wichtige Abbildungsfehler, die in den

Randpartien von Linsen auftreten. Sie sind bei Weitwinkelobjektiven besonders ausgeprägt und sind

Farbvergrößerungsfehler, Koma, Astigmatismus, Bildfeldwölbung und Verzeichnung.

Auflösung

 

B

B

Erläuterung

Belichtungszeit

Als Belichtungszeit bezeichnet man den Zeitraum in welchem der Verschluss nach dem Auslösen geöffnet ist, so dass das Licht durch die Optik, den geöffneten Verschluss und die Blendeneinheit auf den Sensor (bei analog auf den Film) trifft.

Blende

Die Blende bezeichnet die Lamelleneinheit im Objektiv, welche zur Regulierung der einfallenden Lichtmenge, sowie als Gestaltungsmittel im Bereich der Tiefenschärfe genutzt wird.

Blende (Veranschaulichung)

Blitzgerät

Künstliche Lichtquelle für eine kurzzeitige starke Beleuchtung. Die Leuchtwirkung kann entweder mit einer

Gasentladungsröhre (Elektronenblitz, Computerblitz) oder mit einer Einweg-Blitzlampe erzeugt werden.

Blitzlampen sind zwar technisch überholt, können aber sehr bequem für den Notfall in der Fototasche mitgenommen

werden.

Bridgekamera

Zwitter zwischen AF-Sucherkamera und Spiegelreflexkamera.

Belichtungsreihe / Bracketing

Belichtungsreihen sind flankierende Belichtungen, die sowohl in Richtung Unter- als auch Überbelichtung vom ursprünglich gemessenen Belichtungswert abweichen. Bei aktiver Bracketing-Funktion liefern die meisten Kameras beim Druck auf den Auslöser automatisch drei Bilder (überbelichtet, korrekt belichtet, unterbelichtet).

Brennweite

Die Brennweite bezeichnet die Entfernung zwischen Linsensystem und dem Brennpunkt (Erläuterung im Lexikon unter dem betreffenden Begriff). Die Brennweite lässt sich in drei Bereiche aufgliedern: eine Brennweite von 40mm und weniger zählt als Weitwinkelbereich, eine Brennweite zwischen 40mm bis 60mm gilt als Normalbereich und ab 60mm aufwärts spricht man vom Telebereich. Das menschliche Blickfeld liegt bei einer Brennweite von ca. 50mm. Durch die verschiedenen Sensorformate, welche Einfluss auf das Endergebnis haben, ist ein reiner Brennweitenvergleich nicht immer sinnvoll. Bei SLR-Kameras kann mittels Crop-Faktor (Erläuterung im Lexikon unter dem betreffenden Begriff) die Kleinbildäquivalente Brennweite (Erläuterung im Lexikon unter dem betreffendem Begriff) ermittelt werden, welche einige Hersteller auch bereits bei einigen Kompaktkameras angeben.

Belichtungsmesssysteme

Aktuelle Kameras bieten meist mehrere Belichtungsmessverfahren. Die Häufigsten sind: Mittelbetonte Integralmessung, Spotmessung, Selektivmessung, Mehrfeldmessung. Eine Erläuterung der einzelnen Messverfahren finden Sie unter der entsprechenden Bezeichnung im Lexikon.

Bildrauschen

Das Rauschen entsteht durch unvorhersehbare, zufällige Schwankungen der Ladungshöhe einzelner Zellen auf dem Bildsensor. Es sind fehlerhafte bzw. falschfarbige Pixel in der Bilddatei.

Brennweitenäquivalenz

Wenn die Bildsensoren der Digitalkameras kleiner sind als das 24 x 36 mm Kleinbildformat (KB), wird die KB-äquivalente Brennweite oder ein Verlängerungsfaktor angegeben. Dabei handelt es sich nicht um eine Brennweitenverlängerung, wie irrtümlich angenommen. Denn die Brennweite ist sowohl bei Festbrennweiten als auch bei Zooms eine Objektivkonstante, die durch das Aufnahmeformat nicht verändert wird. Was sich verändert, ist nur der formatbezogene Bildwinkel. Bsp.: Bei einem APS-C-Sensor mit einem Verlängerungsfaktor von 1,5x wird aus einem extremen Weitwinkelzoom 20-40 mm ein Standardzoom von 40 - 60 mm. Das führt zu einem Bildwinkelverlust im Weitwinkelbereich und zu einem Bildwinkelgewinn im Telebereich, wo sich ein 100 - 300 mm KB-Zoom in ein 150 - 400 mm Telezoom verwandelt.

Blooming

Wenn die auf die einzelnen Pixel eines CCD-Sensors einfallende Lichtmenge Ihre Sättigungsgrenze überschritten hat, läuft die überschüssige elektrische Ladung auf die benachbarten Bildelemente über. Weil CMOS-Sensoren nicht spalten- und zeilenweise geschaltet sind, sondern einzeln angesteuert werden, sind sie frei vom "Ausblühen" der Lichter. Besonders ausgeprägtes Gegenlicht, Spitzlichter oder stark reflektierende, metallische Gegenstände können ein Überstrahlen der Lichter bewirken.

C

C

Erläuterung

Crop-Faktor

 
   

D

D

Erläuterung

Digitalftografie

Eine Digitalkamera erfasst Bilder mit einem lichtempfindlichen Chip. Die Bilddaten werden auf Speicherkarten abgelegt.

Traditioneller Film wird nicht verwendet.

Dateiformat

In der elektronischen Bildbearbeitung wird ein Bild als Datei auf dem Datenträger des Computers gespeichert.

Es wurden verschiedene Dateiformate mit spezifischen Vor- und Nachteilen entwickelt. So nutzen einige Dateiformate

eine Datenkomprimierung, um die Dateigröße gering zu halten.

Folgende Dateiformate sind gängig:

PCX - (PC-Paintbrush) ist das älteste Dateiformat zum Speichern von Bildern, und daher auch von früher Grafik-

Software bearbeitbar. Einige Bilddatentypen werden mit Komprimierung gespeichert.

BMP - (Windows Bitmap) ist als Standardformat der Betriebssysteme Windows und OS/2 weit verbreitet. Es wird ohne

Komprimierung gespeichert.

PICT - (Macintosh Picture) ist als Standardformat des Mac OS- Betriebssystems verbreitet. Es wird wahlweise mit und

ohne JPEG-Komprimierung gespeichert.

TIF - (Tagged Image File Format) wurde als Dateiformat für Scanner entwickelt und ist weit verbreitet. Einige

Bilddatentypen können wahlweise mit und ohne Komprimierung gespeichert werden, jedoch haben sich mehrere,

untereinander nicht kompatible Verfahren gebildet (Packbits, LZW, RLE, JPEG). Die Komprimierung dieses Formats ist,

außer bei JPEG-Komprimierung, verlustfrei.

GIF - (Graphics Interchange Format) entstand als Bildformat für die Datenübertragung von Grafiktypen mit einer

Auflösung von bis zu 256 Farben. Mehrere Bilder lassen sich zu einer Animation verknüpfen. Es wird mit LZWKomprimierung

gespeichert.

TGA - (Targa) wurde von einem Grafikkartenhersteller entwickelt und ist das Format, in dem viele Bildagenturen ihre

digitalen Fotos speichern. Einige Bilddatentypen können wahlweise mit und ohne Komprimierung gespeichert werden.

Die Komprimierung des Formats Targa ist verlustfrei.

JPG - (JPEG - entwickelt von der Joint Photographic Experts Group) hat sich als Bildformat für die Datenübertragung

und für das Internet durchgesetzt. Es wird mit einer variabel einstellbaren Komprimierung gespeichert, die nicht ganz

verlustfrei ist, aber sehr kleine Dateigrößen erbringt.

PNG - (Portable Network Graphics) wurde als Bildformat für die Datenübertragung und als Weiterentwicklung von GIF

eingeführt, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Es wird mit einer variabel einstellbaren verlustfreien

Komprimierung gespeichert.

JP2 - (JPEG 2000) ist eine Weiterentwicklung des JPEG-Formats, bei dem die JPEG-Komprimierung durch eine

Wavelet-Komprimierung ergänzt wird. Es wird mit einer variabel einstellbaren Komprimierung gespeichert, die, im

Vergleich zu JPEG, weniger verlustbehaftet ist.

LWF - (Luratech Wave Format) wurde zur Übertragung von Bilddaten aus dem Weltraum entwickelt, und weist mit einer

Wavelet-Komprimierung die zur Zeit effektivste weitgehend verlustfreie Komprimierung auf. Das Format wird jedoch nicht

von jeder Bildbearbeitungs-Software unterstützt.

PCD - (Kodak Photo CD) wurde als Format für die professionell erstellte Photo CD entwickelt. Die meisten

Bildbearbeitungs-Programme können dieses Format lesen, jedoch nicht in diesem Format abspeichern.

Dioptrienausgleich

Die Kamera lässt sich mittels Drehrad am Sucher auf die Sehkraft des Fotografen einstellen und ermöglicht so auch Brillenträgern ein barrierefreies Arbeiten ohne Brille.

Dpi

(Dots per Inch, Punkte pro Zoll) Maßeinheit der Bildauflösung (1 Zoll = ungefähr 2,54 cm).

E

E

Erläuterung

Effektfilter

Zu den Effektfiltern gehören: Weichzeichner, Sternfilter, Farbverlauffilter, Prismenvorsätze u.s.w. Effektfilter verursachen

eine gewollte Verfremdung des Bildes. Die Stärke des dabei auftretenden Effekts hängt von der Brennweite und der

verwendeten Blende ab. Bei einigen Effektfiltern sollte die Belichtungsmessung ohne Filter vorgenommen werden.

ESP

Electro-Selective Pattern. Durch eine selektive Mehrfeldmessung wird auch bei schwierigen Lichtverhältnissen eine

optimale Belichtung erzielt.

Einstellebene

Durch das Scharfeinstellen eines Objektivs werden alle Gegenstände, die sich in der Einstellebene befinden, scharf in

der Bildebene abgebildet. Wie die Bildebene kann auch die Einstellebene (Objektebene) leicht gewölbt sein.

F

F

Erläuterung

Farbrauschen

Bezeichnet eine falsche Wiedergabe von Bildinformationen, z. B. Punkte auf einer eigentlich weißen Fläche.

Farbtemperatur

Unterschiedliche Lichtquellen senden Licht mit verschiedener spektraler Verteilung aus. In der Farbfotografie (besonders

bei Farbumkehrfilmen) muss diese Tatsache berücksichtigt und evtl. durch entsprechende Filterung korrigiert werden,

wenn die Farbtemperatur des Aufnahme-lichtes von der Farbtemperatur abweicht, auf die der Film abgestimmt ist.

Farbabweichungen, die durch unterschiedliche Farbtemperatur der Lichtquellen verursacht sind, werden vom

menschlichen Auge weniger wahrgenommen, vom Farbfilm jedoch sehr genau registriert.

Um eine praxisgerechte Angabe für die Farbtemperatur einer Lichtquelle zu bekommen, vergleicht man deren spektrale

Verteilung mit dem Spektrum eines erhitzten, schwarzen Körpers. Je höher die Temperatur, desto weiter verschiebt sich

die Farbe des glühenden Körpers nach kurzen Wellenlängen. Die Temperatur wird nicht in Celsius-Graden, sondern in

Kelvin (K) angegeben.

Bei niedrigen Glühtemperaturen (1500-2000 K) überwiegt das langweilige Licht (sog. Rotglut), bei sehr hohen

Glühtemperaturen (über 5000 K) das kurzwellige Licht (sog. Weißglut). Lichtquellen mit niedriger Farbtemperatur

strahlen also "warmes" Licht aus, Lichtquellen mit hoher Farbtemperatur "kaltes" Licht.

Die Farbabstimmung von Farbfilmen wird auf eine ganz bestimmte Farbtemperatur eingestellt; es gibt Filme für

Tageslicht- und Filme für Kunstlichtaufnahmen.

Die Farbtemperatur einer Lichtquelle kann mit Hilfe eines Farbtemperaturmessers ermittelt werden. Zur Erzielung einer

neutralen, d. h. naturgetreuen Farbwiedergabe ist in manchen Fällen eine Korrekturfilterung erforderlich.

Filter

Dünne Glas oder Kunststoffplatten, welche mittels Schraubgewinde vorne an der Optik befestigt werden. Je nach Aufnahmesituation kommen andere Filter zum Einsatz. Die Nutzung von Filtern ist optional. Die gängigsten Filter finden Sie in unserem Lexikon (Polarisationsfilter, UV-Sperrfilter, Verlauffilter, Graufilter)

Fernauslösung

Um eine Kamera auch aus größeren Entfernungen auslösen zu können, werden pneumatische (mit Druckluft

arbeitende), elektrische, infrarot- oder funkgesteuerte Fernauslöser verwendet. Die Kombination der Fernauslösung mit

einer Motorkamera ermöglicht es, ganze Bildserien aus größerer Distanz zu fotografieren (Tierfotografie, Sportfotografie,

Reportage).

Festbrennweite

Objektiv mit nur einer einzigen Brennweite. Festbrennweiten stehen im Gegensatz zu Zoom-Objektiven.

Fokussierung

Verschieben des Objektivs in Richtung der optischen Achse, bis das Bild des interessierenden Objekts scharf auf der

Auffangebene (z.B. Einstellscheibe) abgebildet ist.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur bezeichnet die spektrale Energieverteilung einer Lichtquelle. Die Maßeinheit der Farbtemperatur ist das Kelvin (Abgekürzt K -> das früher übliche °K = Grad Kelvin, ist nicht mehr gebräuchlich). Die Kelvinskala beginnt am absoluten Nullpunkt (-273,15°C), sodass folgende (abgerundete) Umrechnung abgeleitet werden kann: K= °C+273. Bei mittlerem Tageslicht (entspricht ca. 5500 K) sind die Strahlungen im roten, grünen und blauen Bereich etwa gleich stark. Das rötlich-warme Licht einer 100 Watt Glühlampe hat einen hohen Anteil der langwelligen roten Strahlen und eine Farbtemperatur von ca. 2800 K. Das bläulich-kühle Licht von strahlend blauem Himmel kann eine Farbtemperatur von über 10 000 K erreichen. Auf der Kelvinskala gilt demnach - entgegen der üblichen Gewohnheit - je wärmer, desto niedriger (und umgekehrt: je kühler, desto höher) der Wert auf der Skala.

Fisheye

Spezialobjektiv mit extrem großem Bildwinkel, Brennweiten bis herab auf 7,5 mm (bei Kleinbildkameras) und mit

gegenüber der Brennweite verlängerter Schnittweite. Es bewirkt in seiner extremen Ausführung ein kreisrundes Bild. Alle

geraden Linien im Bild, die außerhalb der Bildmitte liegen, werden gekrümmt. Es werden auch Fisheye-Objektive gebaut,

die das Negativformat voll erfassen (Kleinbildkamera: 15 mm Brennweite, 6x6-cm-Kameras: 30 mm Brennweite).

G

G

Erläuterung

Graufilter

Farblich neutrale Filter (auch Neutraldichtefilter -ND- genannt), welche das einfallende Licht verringern. Übliche Dichten 2x (reduziert um 1 EV = Lichtwert), 4x (reduziert um 2 EV) und 8x (reduziert um 4 EV). Graufilter ermöglichen lange Verschlusszeiten oder große Blendenöffnungen.

Gegenlichtblende

Die Gegenlichtblende schirmt die Optik gegen störendes Streulicht und Blendenreflexe durch seitlich einfallende Lichtstrahlen ab.

H

H

Erläuterung

Halbautomatik

Einstellung bei der lediglich entweder die Belichtungszeit oder die Blende von Hand eingestellt werden muss und die Kamera die fehlenden Parameter zur korrekten Belichtung ermittelt und automatisch nutzt.

Hyperfokale Distanz

Als hyperfokale Distanz bezeichnet man die Entfernung von der Bildebene bis zum Beginn des Schärferaumes bei Einstellung der Kamera auf unendlich und einer definierten Blende. (Bsp.: ein 50mm Objektiv, eingestellt auf unendlich bei Blende 16, weist eine hyperfokale Distanz von 4,7m auf) Die hyperfokale Distanz ist wichtig für die Bildgestaltung mit der Schärfentiefe und als Schnappschusseinstellung bei manueller Fokussierung.

Histogramm

Das Histogramm ist ein Diagramm, welches die Verteilung der hellen und dunklen Bildpunkte (Tonwerte) in einer anschaulichen Balkengrafik zeigt. Auf der horizontalen Achse werden die Helligkeitsstufen von 0 (=dunkel) bis 255 (=hell) und auf der vertikalen Achse die Menge der Bildpunkte mit dem jeweiligen Helligkeitswert angezeigt.

HDR

 

I

I

Erläuterung

ISO

Der ISO-Wert bezeichnet die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors (oder Filmes).

intelligente Automatik

 

Integralmessung, mittelbetonte

Bei der mittenbetonten Integralmessung wird die Belichtung in der gesamten Bildfläche gemessen, wobei eine zentrale Bildfläche stärker gewichtet wird. Die mittenbetonte Integralmessung eignet sich sehr gut für Motive mit normalem Kontrastumfang, keinen großen Farbgegensätzen und gleichmäßiger Verteilung der hellen und dunklen Flächen.

J

J

Erläuterung

JPEG

Joint Photographic Experts Group. Diese Gruppe hat eine standardisierte Methode für die Komprimierung und

Dekomprimierung digitalisierter Fotos und Bilder entwickelt. Genau genommen ist JPEG kein Dateiformat, sondern ein

Komprimierungsverfahren, das innerhalb eines Dateiformats verwendet wird, beispielsweise das bei Digitalkameras

häufig verwendete EXIF-JPEG Format

   

K

K

Erläuterung

Komprimierung

Bilddateien können in ihrer Rohform (RAW) sehr groß sein, sodass die Dateigröße oft verringert wird, um Speicherplatz

zu sparen oder um die Datenübertragung zu beschleunigen. Die Komprimierung kann mit verschiedenen Techniken

erfolgen, bei denen in bestimmten Fällen alle Bildinformationen erhalten bleiben. Bei anderen Techniken werden einige

dieser Informationen gelöscht, sodass die Bildqualität reduziert wird. (Dies wird auch als Verlustkomprimierung

bezeichnet, da Informationen verloren gehen.) Zu den bekannten Komprimierungsstandards zählen JPEG und MPEG.

Kalibrierung

Feineinstellung einer Digitalkamera oder eines Drucksystems. Eine Kamera/ein Drucksystem mit optimaler Einstellung

gewährleistet die konstant hohe Qualität der verarbeiteten Objekte.

Kelvin

Die Kelvin-Skala ist eine Temperaturskala, die mit der Celsius-Skala vergleichbar ist. Während jedoch in der Celsius-

Skala der Gefrierpunkt des Wassers als Nullpunkt gewählt wurde, liegt dieser in der Kelvinskala beim absoluten

Nullpunkt (-273° C). Demzufolge lassen sich Celsiusgrade (°C) in Kelvin (K) durch folgende, einfache Beziehung

umrechnen: Kelvin (K) = Celsius-Grade (°C) + 273. Die Farbtemperatur wird immer in K angegeben.

Koma

Dieser Abbildungsfehler ist verwandt zur sphärischen Aberration. Koma liegt vor, wenn schräg durch ein Objektiv

fallende Lichtstrahlen nicht in einem Punkt vereinigt werden können. Die Ursache liegt darin, dass am Rand durch eine

Linse fallende Strahlen stärker gebrochen werden, als Strahlen, die eine Linse nach ihrer optischen Mitte durchdringen.

Wegen des unterschiedlichen Auftreffwinkels der Lichtstrahlen auf die Linsenoberfläche entsteht kein rundes, sondern

ein tropfenförmiges Abbild eines Bildpunktes. Mit etwas Phantasie sieht die Punktabbildung wie ein Kometenschweif

aus. Daher der Name "Koma". Ein anderer Name für Koma ist "Assymetriefehler".

Das Koma spielt bei modernen Objektiven keine Rolle mehr.

Kleinbildformat

Aufnahmeformat von 24x36 mm.

L

L

Erläuterung

Leitzahl

Die Leitzahl gibt die Leistung eines Blitzgerätes an und wird durch Blendenwert und Entfernung berechnet. Die Formeln hierzu lauten: Leitzahl = Arbeitsblende x Blitzdistanz, Arbeitsblende = Leitzahl : Blitzdistanz, Blitzdistanz = Leitzahl : Arbeitsblende

Lichtwert

Der Lichtwert (oder EV-Wert) ist eine Zahlengröße, welche die durch Belichtungszeit und Blendenzahl dosierte

Lichtmenge, mit der ein Film belichtet wird, kennzeichnet. Es spielt für den Lichtwert keine Rolle, ob die Belichtung bei

einer großen Blendenöffnung und kurzen Belichtungszeit oder bei entsprechend kleiner Blende und langer

Belichtungszeit erfolgt. Die Beziehung zwischen Lichtwert, Blende und Belichtungszeit wird durch die Gleichung

Lichtwert = Blendenzahl * Blendenzahl / Belichtungszeit

wiedergegeben. Lichtwerte sind teilweise noch auf den Skalen mancher Belichtungsmesser abzulesen. Sie gestatten auf

einfache Weise einen Vergleich unterschiedlicher Lichtsituationen. Sie werden jedoch in der Aufnahmetechnik wegen

des zeitraubenden Umrechnens in Zeit- und Blendenwerte nur noch selten angewendet.

Eine gewisse Bedeutung haben die Lichtwerte noch, wenn es darum geht den Messbereich eines Belichtungsmessers

anzugeben.

Langzeitbelichtung

Belichtung, die länger dauert als 1 Sekunde.

Dazu wird die Kamera auf einem Stativ befestigt und die entsprechende Verschlusszeit oder die B-Stellung mit einem

Drahtauslöser ausgelöst. In der B-Stellung bleibt der Verschluss so lange geöffnet, wie der Auslöser gedrückt wird. Ältere

Kameras verfügen noch über eine T-Stellung, bei welcher der Verschluss nach der ersten Auslösung geöffnet wird und

sich erst nach einer zweiten Auslösung wieder schließt.

Bei Langzeitbelichtungen ist zu berücksichtigen, dass eine Schicht, um dem Reziprozitätsfehler Rechnung zu tragen,

über die gemessene Belichtungszeit hinaus mit zunehmender Dauer länger belichtet werden muss (Schwarzschild-

Effekt). Bei Farbaufnahmen kann diese Tatsache zu (voraussehbaren) Farbstichen führen, die mit Korrekurfiltern

aufgehoben werden können.

M

M

Erläuterung

Makro

Unter Makrofotografie versteht man die Anfertigung von Aufnahmen im Maßstab 1:1 (natürliche Größe) bis 10:1

(zehnfache Vergrößerung). Aufnahmen in diesem Maßstab werden oft als Nahaufnahmen bezeichnet.

Monocrom

Bezeichnet die Verwendung einer einzigen Farbe wie Schwarz oder einer anderen Primärfarbe, d. h. Cyan, Magenta

oder Gelb.

Moiré

Das Moiré beschreibt ein Störungsmuster, das durch Überlappung von meist regelmäßigen Mustern und Strukturen entsteht. Bei der Aufnahme können die Punkt- oder Linienstrukturen des Motives vom gitterförmigen Pixelraster des Bildsensors abweichen. Das kann ab einer bestimmten Größenordnung Moiré verursachen. Ein gutes Beispiel dafür sind feine Stoffstrukturen oder -muster, Fliegengitter und Siebe.

Mittelformat

Als Mittelformat bezeichnet man alle Aufnahmeformate zwischen dem Kleinbild von 24x36 mm und 9x12 cm.

Mehrfeldmessun

Auch als "3D-Matrixmessung" (Nikon) oder "iESP" (Olympus) bekannt. Die Belichtung wird bei dieser Messmethode in mehreren Messsegmenten, in Abhängigkeit von den aktiven AF-Sensoren, ermittelt. Hierbei werden meistens auch die AF-Messdaten über Entfernung, Größe und Position des Hauptmotives berücksichtigt. Sehr hohe Motivkontraste oder ausgeprägte Gegenlichtsituationen können die Mehrfeldmessung irreführen, daher ist in solchen Situationen eine andere Messmethode ratsam.

N

N

Erläuterung

Nahaufnahme

Siehe Makro

   

O

O

Erläuterung

optische Leistung

Ein allgemein gehaltener Begriff für die Güte eines Objektivs. Sind bei einem Linsensystem die Abbildungsfehler

weitestgehend behoben, dann ist eine wahrheitsgetreue, d. h. geometrisch richtige, scharfe Abbildung der

Aufnahmegegenstände zu erwarten.

   

P

P

Erläuterung

Pentaprisma

(Dachkantprisma). Erlaubt bei einäugigen Spiegelreflexkameras das Betrachten des vom Spiegel auf die Mattscheibe

geworfenen Einstellbildes. Das Sucherbild im Pentaprisma erscheint seitenrichtig und aufrecht stehend.

Perspektive

Blickwinkel auf den Aufnahmegegenstand. Die Perspektive kann beeinflusst werden durch Veränderung des

Kamerastandortes und durch die verwendete Brennweite.

PSD

 

Polarisationsfilter

Polarisationsfilter werden auch Polfilter genannt.

Polarisationsfilter bestehen aus Verbundfolien oder -gläsern die Lichtstrahlen in einer Schwingungsrichtung bevorzugt

durchlassen, alle anderen Schwingungsrichtungen jedoch abschwächen.

Polfilter werden zur Beseitigung von Reflexen (z.B. auf Glas- oder Wasserflächen) und zur Kontraststeigerung

verwendet. Die Kontrastverstärkung des Himmelslichts gegenüber Wolken ist in nördlicher Aufnahmerichtung besonders

stark.

Bei der Projektion von Stereobildern dienen Polfilter zur Trennung der beiden Raumbilder.

Pixel

Digitalbilder bestehen aus benachbarten Bildpunkten, jeweils mit eigener Farbe oder eigenem Farbton. Das Auge

verbindet verschiedenfarbige Bildpunkte zu einer originalgetreuen Farbschattierung. PPI (Pixels Per Inch, Bildpunkte pro

Zoll) Ein Maß für die Auflösung eines Computerbildschirms oder eines digitalen Bilds. Für das Scannen in Fotoqualität

sind mindestens 300 ppi erforderlich, Bildschirmdisplays haben meist 72 ppi.

PNG

 

Q

Q

Erläuterung

   
   

R

R

Erläuterung

Rauschen

In der Digitalfortografie Störung der Signalcodierung, die das ursprüngliche Signal überlagert und verfälscht. Ein Bild, bei

dem Rauschen auftritt, erscheint unscharf.

Rauschreduktion

In Abhängigkeit von der Art des Rauschens können nach der Aufnahme entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen

werden. Einige erfolgen häufig schon kameraintern, z.B. Weißkalibrierung gegen statisches Rauschen oder spezielle

Funktionen zur Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtungen. Durch Rauschen verursachter Schärfeverlust kann

jedoch nicht mehr kompensiert werden. Die Unschärfe nimmt eher noch zu.

Deshalb gilt es, die Ursachen für das Rauschen zu minimieren, z. B.: starke Erwärmung der Digitalkamera vermeiden;

niedrige Empfindlichkeitseinstellung wählen; Belichtungszeit möglichst kurz halten.

RAW

Bildformat ohne Komprimierung. Rohdatei.

Recht am eigenen Bild

Das Bildnis einer Person darf nur mit dessen Einwilligung verbreitet, vervielfältigt oder öffentlich zur Schau gestellt

werden. Die Einwilligung sollte schriftlich oder mündlich vor Zeugen erfolgen. Das Recht am eigenen Bild dauert 10

Jahre nach dem Tod des Dargestellten an, und wird bei Verstorbenen von den Erben wahrgenommen, bei

Nichtvolljährigen von den Erziehungsberechtigten. Für das Recht am eigenen Bild gibt es allerdings Ausnahmen. So

können Behörden oder Gerichte Bildnisse ohne Einwilligung zum Zweck der Rechtspflege vervielfältigen. Eingeschränkt

ist das Recht am eigenen Bild ferner bei Personen der Zeitgeschichte, etwa bei Politikern, Sportlern oder Künstlern,

wenn das Bildnis die Person im Brennpunkt des öffentlichen Geschehens zeigt. Personen, die in einem Bild lediglich als

Statist gezeigt werden, können dafür kein Recht am eigenen Bild geltend machen. Erhält eine Person für eine bildliche

Darstellung ein Honorar, so gilt die Einwilligung zur Verbreitung im Zweifelsfall als erteilt.

Retusche

Als Positiv- oder Negativretusche ein manueller Eingriff in das fotografische Abbild, der Schwächen des Motivs oder

seiner Aufnahme nachträglich mit zeichnerischen Mitteln durch Farbauftrag korrigiert. In der Portraitfotografie des 19.

Jahrhunderts war es allgemeine Praxis, Aufnahmen durch Entfernung von Runzeln, Falten oder Pickeln zu schönen.

Auch in der heutigen Landschafts- oder Werbefotografie wird oft mit Retusche gearbeitet, um störende Details zu

entfernen, Konturen oder Kontraste zu verstärken oder zu schwächen. Politische Bilddokumente sind in der

Vergangenheit wiederholt durch Retusche verändert und gefälscht worden. Durch die elektronische Bildbearbeitung

kann inzwischen sehr viel einfacher und ohne handwerkliche Tätigkeit retuschiert werden.

Restlichtverstärker

Ein elektronisches Gerät, das das Bild eines Objektivs über eine Kathodenröhre 10.000- bis 30.000-fach verstärkt. Für

spezielle Anwendungen gibt es Teleobjektive mit eingebautem Restlichtverstärker, die bei Mondschein und einem Film

von ISO 400/27° noch Belichtungszeiten von ca. 1/500 Sekunde gestatten.

Red-Eye-Effect (Rotaugeneffekt)

Das rote Leuchten der Augen fotografierter Personen, das durch die Reflexion des Blitzes auf den Blutgefäßen hinter der

Netzhaut im Auge verursacht wird. Der Effekt ist besonders stark bei dunklen Lichtverhältnissen, nachts im Freien oder

in schlecht beleuchteten Räumen. Bei Personen- und Tieraufnahmen, bei denen ein Blitzgerät eingesetzt wird, kann es zu dem so genannten Rote- Augen-

Effekt kommen, vor allem dann, wenn sich das Blitzgerät relativ nah an der optischen Achse des Objektivs befindet, z. B.

bei Kameras mit eingebautem Blitzgerät. Dann fällt das Blitzlicht auf die stark durchblutete Netzhaut das Auges, und wird

von dort rot reflektiert. Abhilfe kann man mit folgenden Maßnahmen treffen: Vergrößerung des Abstandes zwischen

Blitzgerät und Objektiv, etwa durch den Einsatz eines Stab- oder Aufsteckblitzgerätes anstelle eines in die Kamera

eingebauten Blitzgerätes. Indirektes Blitzen durch Neigen des Blitzreflektors, wenn das Blitzgerät dies erlaubt. Zumindest

den Effekt mildern kann eine recht helle Umgebungsbeleuchtung, da dann die Pupillen der Personen stärker

geschlossen sind, und die Netzhaut weniger stark vom Blitzlicht erreicht wird. Die meisten Kameras mit eingebautem

Blitzgerät besitzen eine Vorblitz- Funktion, die etwa 1 bis 2 Sekunden vor der eigentlichen Aufnahme einen oder mehrere

Vorblitze abgibt, um die Pupillen der Personen zu schließen. Eine solche Funktion verspricht ebenfalls eine Milderung

des Rote-Augen- Effekts.

Retrostellung

Die Optik wird mittels Umkehrring mit der Frontlinse zur Bildebene an der Kamera befestigt.

S

S

Erläuterung

Systemkamera

Die Systemkamera ist Basis eines ganzen Aufnahme-Systems. Zum System gehört eine möglichst große Anzahl von

auswechselbaren Objektiven und vielerlei Zubehör, das für eine möglichst universelle Anwendung der Kamera konzipiert

wurde. Systemkameras gibt es in allen Aufnahmeformaten, in der Großbildtechnik ebenso, wie in der Mittelformat- oder

Kleinbildfotografie. Grundlage für die Vielseitigkeit und Flexibilität der Ausstattung ist das Baukastenprinzip. Zu einem

vollständigen Kamera-System gehören auf dem Gebiet der Kleinbild- und Mittelformat-Fotografie, neben den Objektiven

eine Motorausrüstung, Adapter unterschiedlichster Art für eine technisch-wissenschaftliche Anwendung, verschiedene

Sucher, austauschbare Sucherscheiben, Nah- und Reprovorsätze und Zwischenringe für die Objektive. Im Mittelformat

gehören austauschbare Filmkassetten zu einer Systemkamera.

SLR (Spiegelreflexkamera)

Single-Lens-Reflex-Kamera; Spiegelreflexkamera mit einem Objektiv; einäugige Spiegelreflexkamera.

Bei SLR-Kameras erfolgt die Aufnahme und die Erzeugung des Sucherbilds durch das gleiche Objektiv. Das ist durch

einen schwenkbaren oder teildurchlässigen Spiegel im Strahlengang möglich. Im Falle eines Schwenkspiegels wird

dieser beim Drücken des Auslösers aus dem Strahlengang geschwenkt um die Filmbelichtung zu ermöglichen. Das

Wegkippen des Spiegels verursacht Erschütterungen, die bei längeren Belichtungszeiten zu Verwacklungsunschärfen

führen können. Deshalb empfiehlt es sich bei längeren Belichtungszeiten, nicht nur mit Stativ, sondern auch mit

Spiegelvorauslösung (bzw. manuellem Hochklappen des Spiegels) zu arbeiten.

Jede Spiegelbewegung wird bei SLR-Kameras mit teildurchlässigem Spiegel vermieden.

Sucher

 

Stroboskopbild

 

Stativ

Unterbau zur stabilen Halterung der Kamera während einer Aufnahme. Mit einem Stativ kann Verwackelungsunschärfe

vermieden werden.

Mit einem Kugelgelenkkopf auf dem Stativ kann die Kamera in alle Richtungen bewegt werden.

Kameras werden entweder mit einem 1/4- oder einen 3/8-Zoll-Gewinde befestigt.

Wann braucht man ein Stativ?

Langzeitbelichtungen ab 1/30 s (beim Normalobjektiv) und länger erfordern wegen der Verwacklungsgefahr einen festen

Stand der Kamera. Dafür gibt es Taschen-Handstative, die durch eine eingebaute Schraubzwinge an Äste, Zaunpfähle,

Stuhllehnen usw. geklemmt werden können oder die man mit einem Minidreibein auf einer ebenen Fläche aufstellt. Die

längste zumutbare Brennweite ist hierbei etwa 135 mm.

Für Fernaufnahmen, Nah- und Makrofotos, Nachtaufnahmen und für Perspektive-Korrekturen ist dagegen ein stabiles

Großstativ mit festem Stand unerlässlich.

Shiftobjektiv

Objektiv zur Perspektivkorrektur. Shift-Objektive werden hauptsächlich für Architekturaufnahmen verwendet. Ihre

Funktion ist vergleichbar mit der von höhenverstellbaren Objektivstandarten in Großformatkameras; manche Shift-

Objektive gestatten sogar Einstellungen entsprechend dem Kippen und Schwenken einer Frontstandarte. Die Objektive

können nicht nur stürzende Linien korrigieren, sondern auch unerwünschten Vordergrund beseitigen. Schwenkbare

Shift-Objektive ermöglichen außerdem, die Schärfentiefe nach der Scheimpflug'schen Regel zu vergrößern.

Sensor

 

Schärfentiefe

Als Schärfentiefe bezeichnet man die Ausdehnung des Bereiches in der Abbildung, der vom Auge als ausreichend scharf empfunden wird. Gemeint ist also die Tiefe der Schärfe und nicht die Schärfe der Tiefe, sodass die oftmals verwendete Bezeichnung "Tiefenschärfe" falsch ist. Die Schärfentiefe ist abhängig vom Zerstreuungskreisdurchmesser, dem Abbildungsmaßstab und der Blendenöffnung.

Spotmessung

Die Spotmessung ist eine hochprofessionelle Messmethode, die ein gezieltes Anmessen bildwichtiger Details ermöglicht. Die Messung erfolgt auf einer sehr kleinen Fläche von 1-3% (je nach Hersteller) der Bildfläche. Die Selektivmessung ermöglicht ein gezieltes Anmessen bildwichtiger Details und eignet sich daher gut für Motive mit einem hohen Kontrastumfang, wie beispielsweise Gegenlicht.

Schwarzschild-Effekt

Bei langen (über ca. 1s) und extrem kurzen Belichtungszeiten kommt der Schwarzschild-Effekt zum Tragen. Der Effekt

ist nach seinem Entdecker dem Astronomen Schwarzschild (1873 - 1916) benannt.

Bei langen und extrem kurzen Belichtungszeiten gilt das Reziprozitätsgesetz nicht, sondern es ist eine größere

Lichtintensität gefordert, als rechnerisch angenommen wird. Würde beispielsweise ein vom Belichtungsmesser

abgelesenes Zeit-Blenden-Paar von 2 s und f4 eine korrekte Belichtung ergeben, kann es sein, dass tatsächlich eine

Einstellung von 2 s und f2,8 erforderlich ist.

Bei Farbfilmen können die verschiedenen Farbschichten vom Schwarzschild-Effekt unterschiedlich beeinflusst werden.

Das bedeutet, dass es bei langen Belichtungszeiten oder extrem kurzen Blitzzeiten zu Farbverschiebungen kommen

kann.

Bei Profifilmen sind die auf den Schwarzschild-Effekt zurückzuführenden Abweichungen von den gemessenen Werten

im Beipack angegeben oder können aus Datenblättern, die beim Hersteller abgefordert werden können, entnommen

werden.

Selektivmessung

Bei der Selektivmessung wird die Belichtung lediglich in einem zentralen Messfeld gemessen. Die Messfeldfläche entspricht (je nach Hersteller)

T

T

Erläuterung

TTL

 

Tele

 

Tonwerte

 

Tiefenschärfe

 
   

U

U

Erläuterung

Unterbelichtung

 

UV-Sperrfilter

UV-Sperrfilter reduzieren den Anteil der UV-Strahlung, die auf den Sensor (oder Film) trifft. Die UV-Strahlung wird bei modernen Optiken durch eine spezielle Vergütung bereits beseitigt, was die Nutzung dieses Filters weitestgehend überflüssig macht. In der Regel wird dieses Filter nun lediglich als Schutz für die Linse der Optik genutzt.

Überbelichtung

 

V

V

Erläuterung

VR (Vibration Reduction)

 

Vollformat

 

Verlauffilter

Zur Hälfte eingefärbtes Filter, welche im wesentlichen im Bereich der Landschaftsfotografie oder im künstlerischen Bereich Verwendung finden.

Verlängerungsfaktor

Der Lichtverlust durch Absorption und Filterdichte ist abhängig vom Filtertyp und wird durch den Verlängerungsfaktor (auch Filterfaktor genannt) auf dem Filterring angegeben. Als Beispiel: Faktor 2x entspricht einer Verlängerung der Belichtung um 1 EV (Lichtwert), 3x um 1,5 EV und 4x um 2 EV.

Vignettierung

Die Vignettierung ist ein Helligkeitsabfall der Randstrahlen, genauer: der schräg einfallenden Strahlenbündel, der sich am Bildrand und vor allem in den Bildecken auswirkt. Man unterscheidet zwischen natürlicher und künstlicher Vignettierung.

Vignettierung, natürlich

Die natürliche Vignettierung ist auf geometrische Gesetze zurückzuführen und bewirkt in der Bildebene einen Helligkeitsabfall zum Bildrand hin, der mit der vierten Potenz des Kosinus des Feldwinkels zunimmt (Kosinus-hoch-vier-Gesetz). Die natürliche Vignettierung lässt sich ausschließlich durch den Einsatz eines neutralgrauen konzentrischen Verlauffilter (Ausgleichfilter) reduzieren.

Vignettierung, künstlich

Die künstliche Vignettierung wird hervorgerufen durch die Beschneidung des Strahlengangs an den Fassungsrändern eines Objektives. Betroffen davon sind die schräg einfallenden Strahlenbündel, die ohnehin einen längeren Weg als die paraxialen zurücklegen müssen. Eine für die jeweilige Brennweite zu große Gegenlichtblende oder eine zu dicke Filterfassung können ebenfalls eine Abschattung am Bildrand hervorrufen. Die künstliche Vignettierung ist normalerweise wesentlich größer als die natürliche und zeigt meist einen abrupt einsetzenden Helligkeitsabfall. Die künstliche Vignettierung lässt sich durch Abblenden um etwa zwei Stufen reduzieren.

Verschlusszeit

 

W

W

Erläuterung

Weißabgleich

Der Weißabgleich kann durch das Aufnahmelicht verursachte Farbverschiebungen automatisch oder per manuelle Eingabe oder Voreinstellung kompensieren.

Weitwinkel

 

X

X

Erläuterung

Y

Y

Erläuterung

Z

Z

Erläuterung

Zentralperspektive

Ein wesentliches Merkmal der Zentralperspektive ist Ihre Geradentreue, was nichts anders bedeutet, als dass eine Gerade immer als Gerade abgebildet wird. Lediglich die Gerade, die durch die Objektivachse verläuft, wird als Punkt abgebildet. Die Gesetze der Zentralperspektive bestimmen den Verlauf der Fluchtlinien im Bild, wobei das Objektiv als Perspektivitätszentrum (Augpunkt) gilt.

   

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